Links überspringen

Tag 2a – Die Audio Reference Pressekonferenz

Stellt euch vor Karajan, Paganini, Gulda , Carreras und die Wiener Philharmoniker geben eine Pressekonferenz für ein neues Konzert. So hat es sich angefühlt als ich – zufällig- in die Pressekonferenz von Audio Reference geraten bin.

Spannung im Raum von der ersten Sekunde. Begrüßung kurz und nobel wie es sich gehört. Und dann ein Feuerwerk von Eigentümern und Top-Managern der HighEnd Branche, wie es aufregender nicht sein kann.

Wilson Audio – die Autobiography“ Lautsprecher

Daryl C. Wilson, CEO und Inhber von Wilson Audio erzählt vom Übergang der Firma von seinem Vater zu ihm. Von den schwierigen Entscheidungen der Fortsetzung von Legendärem und trotzdem neuem Impetus der Fortschritt beweisen muss. Ergebnis ist „Autobiography“, ein neues Top-Modell aus 20 000 Einzelteilen und mit angeblich 2 Millisekunden Genauigkeit in der zeitlichen Abbildung. Das ganze bescheiden und menschlich vorgetragen, genau wie die Beobachtungen bei einer Probe im Musikvereinssaal, in dem man Ricardo Muti zuhören konnte wie er dem Orchester Perfektion abverlangt.

D’Agostino – die Verstärker 

Don D’Agostino , der Pabst aller Top-Verstärker die je gebaut wurden. Vor 50 Jahren hatte er KRELL gegründet, 2011 dann D’Agostino Master Audio. Die Momentum Serie – der feuchte Traum jedes Audiophilen war mit 4 der stärksten Varianten im Raum. D’Agostinos Bekenntnis war der bessere Klang. Messungen als Bestätigung, aber nie als Selbstzweck.

SME – der Plattenspieler samt Tonarm

Mr SME – sorry der Name ist mir leider nicht gegenwärtig – berichtet über die 1946 gegründete Firma , welche nicht nur Plattenspieler und Tonarme produziert, sondern wegen ihres immensen KnowHows in Feinmechanik auch für die Medizinindustrie etc. tätig ist. Er berichtet über Stokowskis Leidenschaft für Aufnahmen vom Riesenhorn das den Stichel bewegt, bis zur Gegenwart. Über Leidenschaft an Aufnahmetechnik, die den meisten Dirigenten abgeht. Und über die ungebrochene Leidenschaft den besten Klang aus der Rille zu holen. „One of One“ heisst das Topmodell.

DCS – der DAC

MR DCS – auch hier kann ich leider nicht mit Namen dienen – repräsentierte die 1986 gegründete Firma, welche schon bald das Top der Digital Analog Converter bediente. Von Tony Faulkner bis Bob Ludwig , alle Cheftonmeister sind Fans dieser Marke . Der Ring Dac war dementsprechend Teil der Performance.

 

Audio Technica – der Tonabnehmer

Ein Mr Audio Technica erklärte in aller Bescheidenheit dass sie den Single Diamant Cantilever nochmals leichter gemacht haben um in sprichwörtlich neue Höhen emporzuklimmen . Bereits seit 1962 verbessert man Tonabnehmer unablässig.

Nordost – Die Kabel

Und last but not least Mr Nordost , dessen Firma 1991 in USA gegründet wurde, aber sehr schnell in die Top-Liga aussteigen konnte.

Und dann war es soweit. Prächtig und majestätisch die Hungarische Rhapsody Nr 2 von Liszt, genauso leicht und luftig wie kräftig und authoritativ.

Im Anschluss konnte ich Mr Wilson fragen, was er denn dazu sagt, dass die Kunden alle 470 Einstellmöglichkeiten sofort nach dem der Händler das Haus verlassen hat verstelen und somit die Performance zerstören. Einmildes Lächeln war die erste Antwort, ein „Good Question“ die zweite. Als drittes zeigte er mir ein Protokoll, das penibel alle verstellbaren Regler und Schalter auflistet mit ihrer Position in der sie zu Ende des Setups verlassen wurde. Diese Liste bekommt der Kunden UND der Händler. Die Leute bei Wilson haben schon viel nachgedacht, wie es gehen soll. Nur 780 000.- Euro wollen sie haben , schon geben sie ein Paar her.

Meine Hochachtung an alle Teilnehmer und vor allem an Audio Reference. Auch die Pressekonferenz war erste Sahne.

Einen Kommentar hinterlassen