Resumee -The good, the bad and the ugly auf der Highend Vienna 2026
The good
Diesmal geht „The good“ eindeutig an das Team der HighEnd Society und das ACV Team . So ein Riesending wie diese Messe mit hunderten Räumen voller heikler Elektronik an einem neuen Ort aufzuziehen OHNE den geringsten merkbaren Mangel verdient Standing Ovations . Kein Aussteller , kein Händler und kein Besucher mit dem ich gesprochen habe in 3,5 Tagen war unzufrieden. Beste Stimmung und traurigkeit nur darüber dass die nächste Messe nicht in einem MOnat ist sondern im Mai 2027. Das Team ist darüber sicher eher nicht traurig.
The Bad
Zwei Pressekonferenzen und 2 Aussteller haben mich wirklich geärgert .

Bei Fosi Audio hat man offenbar mehr als 10 Journalisten eingeladen, aber nur 4 Sessel bereit. Die erste Viertelstunde war also mit “ Ich bring noch einen Sessel dazu“ gefüllt. Alles war abgedeckt , denn wir launchen erst in drei Wochen , und sonst kopieren uns alle. Selbstbewusstsein war auch das Hauptthema des Vortragenden, der lang und breit erklärt, warum er der große Wunderwuzzi ist, der Fosi endlich aus dem Tief führt. Er ist ja schliesslich Musiker ( am Kontrabass) der schon mit XY zusammengespielt hat. Und seine Mutter erst und sein Vater … . Erste Journalisten verlassen nach 15 Minuten die Pressekonferenz, aber er macht weiter in diesem Text. Fosi liebt die Musik, denn er liebt auch die Musik und deshalb kommt nach V4 jetzt V5 . Was der kann hab ich leider nicht mehr erfahren, denn mit dem nächsten Schwung bin auch ich gegangen.

Eingeladen per Mail, bei dem man sich einen Termin aussuchen konnte hat auch Qobuz. Nachdem auf dieser Messe kaum einer NICHT mit Qobuz vorgeführt hat, war ich dann pünktlich zur vereinbarten Zeit am Yamaha Stand . Wer nun meint Yamaha ist nicht gerade das Gelbe vom HighEnd-Ei liegt richtig. Trotzdem führt uns der Yamaha Mann seine neuen All-In-Lautsprecher vor , spielt eine tiefe Stimme und meint uns damit Bass vorgaukeln zu können. Endlich übergibt er an die Pressedame von Qobuz . Die aber erzählt uns nix über Qobuz , oder Neuigkeiten beim Streaming oder technisches zur Übertragung. Nein, sie stellt uns eine Gitarristin vor , die beginnt lang und breit Wien zu loben, die Stadt der Musik, dass sie Musik liebt und auch ihr Mann das selbe tut. Daher wohnt sie als Ungarin jetzt in Wien. Aufgenommen hat sie auch etwas , ganz besonders wichtiges. Nachdem das Stück eher lang…sam ist , und auch die Aufnahme nicht sehr besonders, erlaube ich mir zu gehen. Muss doch mit Tidal und Apple Musik das Auslangen finden .

Eifrige Leser meiner Messeberichte von Klangbildern und HighEnd München wissen, dass ich als ehemaliger Technics Produktmanager seit vielen Jahren unter der Qualität der Vorführungen bei Panasonic leide . KEIN Stand ist derartig leer , auch wenn die Messe voll ist. Niemand ist so ungeniert uninteressiert an den Typen die da herunstehen und womöglich was hören wollen. Aber so schlimm war es noch nie wie diesmal. Völlig leerer Vorführraum , dahinter DREI Mitarbeiter beim TicTocen oder was immer sie so fasziniert hat, dass sie für Kunden kein Auge hatten. Konosuke rotiert sich im Grab nochmal zu Tode.

Ebenfalls zum Davonlaufen war wieder LINN . Der einzige Raum, der Vorführraum und Quatschbude zugleich war , eine Präsentation die für „Good Big Speaker“ von Dschunke 17 nicht gut genug wäre , auch wenn man etwas hören hätte können im Gesprächslärm. Empfang oder Achtsamkeit bei der Vorführung – Fehlanzeige. Da muss sich der alte Ivor leider schämen für seinen Sprößling.
The ugly
Wenn man sich besonders viel verspricht , kommts manchmal besonders einfältig. „How did the HiFi review process evolve over the years“ war das Thema einer angekündigten „Experten“-Runde. Und wirklich waren die Obermotzkis von HiFi News , der ältesten HiFi Postille , Stereophile, des wichtigsten amerikanischen Blattes, der Boss des ältesten und größten Magazines aus Italien , der Verantwortliche für die EISA Medaillien und später aber doch Meister Bode vom „Stereo“ Deutschland zugegen. Um sich lang und breit über ihre hohe journalistische Ethik gegenseitig zu loben. Die Wichtigkeit fachlicher Einschätzung und exakter Messungen zu preisen. Auf Youtuber zu schimpfen die „Apage Satanas“ sich sogar mit Affiliate Links“ unpackbar bereichern. Ein Wort kam in der ganzen Diskussion nie vor „Advertisements“ . Nein, die Messungen sind das Wichtigste. Obwohl man schon sagen muss, dass in den letzten Jahren die Korrelation zwischen den Messwerten und den klanglichen Meriten immer schlechter wurde. Warum sie alle dann immer noch glatte Frequenzgänge preisen, die Verzerrungen mit den meisten 0 hinter dem Komma loben, erfuhr man nicht . Weil Fragen waren ob der kurzen verbliebenen Zeit nicht möglich. Und AI ist sowieso böse, „in meinem Magazin kommt mir keine von AI geschriebene Zeile vor“. Nur Herr Bode meinet er will gerne von AI ersetzt werden. Dem allerdings stimme ich gerne zu. Ansonsten hatten siech die alten Herren selber als obsolet vorgeführt , soviel ist sicher. Das sagt mir nicht nur Perplexity, sondern meine Erfahrung.

PS Ich hoffe die viele Arbeit mit 5 Berichten und fast 300 Bildern hat sich für euch gelohnt und mein Sparschwein verhungert nicht völlig. Sonst seht ihr hier demnächst die Familie XXXLutz . (Scherz)



