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Vorsicht vor Tamburi – ÖBB unterstützt Abzocken bei Paket-Schliessfächern

Wer eine Reise macht , kann was erleben . Diesmal geht es nicht um Zugsverspätungen oder ausgefallene Garnituren, es geht um Gepäcksschliessfächer . Und um schamloses Abzocken dabei . 

Screenshot

Wer kennt das nicht , man  kommt zu früh in eine Stadt , hat noch ein paar Stunden Zeit bis zur nächsten Weiterfahrt, und möchte die Stadt erkunden. Natürlich ohne die schweren Urlaubskoffer. 

So passierte es „yours truly“ jüngst in Bregenz . Dass der dortige Bahnhof zu den häßlichsten Österreichs zählt und nicht mehr lange so stehen bleibt, ist hier nicht Thema. Die Gepäcksschliessfächer vor dem Hauptbahnhof sind es . 

Die werden nicht mehr von der ÖBB betrieben, sondern von ihrem Partner „Tamburi“ . Kann uns eigentlich egal sein, Hauptsache es gibt leere Fächer und der Obulus dafür hält sich in Grenzen. 

Beim Einchecken ins Fach muss man die e-mail Adresse angeben, um eine Nummer zum Öffnen zu erhalten. 

Nun sind 6 € für ein Fach für große Koffer für 3 Stunden nicht gerade ein Schnäppchen , aber der Stadtrundgang ist es wert . Aber jetzt beginnt es … 

Nicht die ÖBB sondern Tamburi

Für den Stadtrundgang haben wir ca 4 Stunden Zeit , aber es gibt nur 3 Stunden oder 24 . Also 3 . Jetzt waren aber die Mittagessen etwas länger und so wurde es gerade nichts mit den 3 Stunden . Darauf erhält man ein Mail. Sie können gerne verlängern . Nein, nicht um 1 Stunde oder 3 , man kann nur um 24 Stunden verlängern . Warum ? Weil Tamburi es so will. Und die ÖBB schaut zu . 

Die Erklärung des ÖBB Bots ist ein Klassiker der Kundenverarschung : 

Gepäckschließfächer: Mietzeit-Verlängerung

Die Schließfächer an ÖBB-Bahnhöfen können für maximal 24 Stunden genutzt werden. Die Verlängerung der Mietzeit ist nach den ersten 3 Stunden jeweils nur um weitere 24 Stunden möglich und nicht um kürzere Zeiträume wie 1 bis 3 Stunden. Das liegt daran, dass die Schließfächer so konzipiert sind, dass sie eine einfache und klare Preisstruktur bieten und die Verwaltung für die Betreiber erleichtern. Kürzere Verlängerungsintervalle würden den Betrieb komplizierter machen und könnten zu mehr Aufwand bei der Abrechnung führen. So bleibt das System übersichtlich und unkompliziert für alle Nutzer:innen 🚄[1].

Übersetzt : Wenn ihr es nicht schafft pünktlich zu sein, greifen wir euch maximal in die Tasche , denn ohne Koffer kommt ihr ja nicht aus. 

Das perfide dran: Das „Formular“ erlaubt jeglichen Eintrag , aber nur 24 Stunden sind auswählbar. 

Mein Frage : Wissen die Herrschaften der ÖBB Infrastruktur, dass ihre Kunden ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse? Haben sie beim Erstellen des Partner-vertrages das gecheckt und zugestimmt. Oder hat man das den Tamburis überlassen . Natürlich ist es das Bestreben von Unternehmen, den Ertrag zu maximieren. Wenn sie das aber bei Notsituationemn tun, hat das einen sehr schlechten Geschmack. Und wenn die ÖBB , der wir nicht unwesentlich viel Steuergeld widmen, ihre Kunden nicht vor Abzocken schützt, indem sie Verträge nach erträglichem Inhalt überprüft, ist mir das nicht sehr egal. 

Wer übrigens den Begriff Wucher bei diesem Vorgang im Kopf hat , hat nicht ganz Unrecht , lautet die Definition ja : 

Strafrecht (Wucher): Nach § 154 StGB begeht Wucher, wer die Zwangslage, die Eigenschaftsschwäche oder die Unerfahrenheit eines anderen ausnützt und sich für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder geben lässt, die in einem auffallenden Missverhältnis zum Wert der Leistung stehen. [1]

Da hilft es vielleicht einmal nachzufragen , wie denn dass die Obrikeit sieht . Werd ich machen . Stay tuned. 

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