Little Big Pro-Ject Man VC-E mini
Dass ich ein Produkt aus dem Hause Lichtenecker preise, kommt nicht so oft vor. Heute sind es gleich zwei. Und beide haben mit Vinyl zu tun – natürlich.
Meine LP Sammlung umfasst nicht ganz 2000 Schallplatten. Und ist teils schon sehr alt. Damit sammelt sich Staub und Schmutz in den Rillen. Den wollte ich bei Gelegenheit schon lange los werden . Aber erstens sind Plattenwaschmaschinen zumeist eher teuer, egal ob sie Nitty Gritty, Gläss oder Keith Monks heißen. HumminGuru ist zwar nicht in der Liga von mehreren Tausend Euronen oder Dollars , aber auch da hatte ich gemischte Tests gesehen. Und natürlich ist auch mein Platz im Wohnzimmer für ein Gerät das nur hin und wieder genutzt wird , eher beschränkt.

Fast hätte ich schon die kleine VC-E von Pro-Ject erstanden, als mir eine neue Version bekannt wurde, die VC-E Mini. Auf einer winzigen Standfläche von 23 x 18 cm präsentiert sich ein gerät, das aus die üblichen Schwenkarme oder Tauchbecken verzichtet. Eine Spindel, welche die LP pder Single aufnimmt und mit Magnetverschluss festklemmt ist alles. Und ein Schlitz mit Bürstenrand, durch den abgesagt wird.

Mit zwei robusten Schaltern steuert man den Motor hin und zurück, und die Absaugpumpe.
Dass der Tank innen für das restliche Spülmittel ( Wasser und Alkohol vermutlich) nicht so groß ausfällllt wie bei anderen soll mir recht sein, bei den paar Platten die ich waschen will muss ich nicht so oft ausleeren. Und da das Ding so klein ist , trägt es sich leicht in die Küche.
Zum Mitdenken nochmal der Vorgang: Platte auflegen, mit dem Magnetverschluss wird sie gut gehalten. Jetzt kommt mit dem beiliegenden Spritzfläschchen die Reinigungslösung drauf und wird mit ebenfalls beiliegender Bürste verteilt. Nicht zuviel, so dass nur alle Rillen gleichmässig gefüllt werden. Man kann auch die Bürste länger halten, um tiefer liegenden Dreck zu erreichen. Gedreht wird die Platte dabei vor und zurück, damit sich die Flüssigkeit gut einbringen kann. Dann wird die LP umgedreht und Motor UND Sauger eingeschaltet und nach 1 – 2 Umdrehungen ist alles vorbei. Ausser natürlich dass sich alles für die B-Seite wiederholt. Aus praktischer Anwendung empfehle ich eins nach dem andern. Gleichzeitig absaugen und einnässen ist eher nicht so praktisch. Man versprüht dabei vielleicht zu viel , wegen der Hektik etc.
Selbstverständlich empfiehlt Pro-Ject NUR das eigene Wässerchen. Das mag damit zu tun haben, dass zB Gläss bei seiner Maschine angeblich ein so aggressives Mittel beigegeben hat, dass die Schläuche davon undicht wurden. Bei Anwendung der Natürlichen Intelligenz gepaart mit ein paar Dutzend Videos von Youtube Premium ( sonst wird das Hirn in Sekunden übersäuert von Werbung), kann man aber doch eventuell mit Eigenproduktionen experimentieren. Ob dazu das Wasser destilliert sein soll oder nicht darüber streiten sich sogar die Experten, hängt aber vom Wohnort sicher stark ab. Ob ein Tropfen „Spüli“ hineinkommt ist ebenfalls umstritten, 2 % reinen Alkohol empfehlen die meisten.
Das Schönste hab ich mir für den Schluss aufgehalten von Teil 1 : Der Preis beträgt 279.- € inkl. MwSt.
Meine Erfolge beim Plattenwaschen haben mich überzeugt: Diesmal ein ganz großes Chapeau an Heinz Lichtenecker und sein Team . Und an hificonsult.at , der Einzige der vor drei Wochen prompt liefern konnte .

Noch viel günstiger ist Teil 2 meiner Empfehlungen: Die neue Plattenbürste von Pro-Ject . Holz, Metall , Kohlestofffasern und ein Kabel sind die verbauten Materialien. Die Bürste verfügt nämlich über einen Erdungsanschluss, um Statische Aufladungen sofort abzuführen. Mit ca 25 € ist das Ding für mich ein Nobrainer gewesen auf der HighEnd 2026 , seither spielt bei mir keine Lp ohne entladen zu werden vorher.

Und wenn nötig auch gewaschen. Siehe oben.



