Und nun zu etwas ganz anderem. Hifi oder HighEnd muss nicht Lautsprecher, Stereoanlage oder mehr bedeuten. Andreas Pohnitzer beweist mit seiner Kopfhörerboutique, dass es viel einfacher auch geht.
Als Ministrant am Attersee hat ihn Vaters riesige Stereoanlage mit SABA Boxen und Philips Kassettendeck geprägt. Aber vorerst war er Fahradreparateur und Verkäufer. Der Wunsch nach einem Technics-Plattenspieler hat ihn überzeugt, den Job als Promoter und Händler- und Messebetreuer bei Panasonic Austria anzunehmen. So nebenbei wurden erste Geschäfte gemacht ,
Vom Modehaus zum Schlaraffenland für Kopfhörer
Mit der Gattin war dann der Sprung zum ersten Geschäft im 5. Bezirk der Einstieg in die jetzige Behausung in der Schönbrunnerstrasse. Zuerst Modegeschäft, wurde immer mehr Kopfhörer und Elektronik-Expertenladen daraus.

Schon immer war Touristenpublikum Teil der Clientel, die nirgendwo sonst die Möglichkeit fanden , alles live auszuprobieren. Und gerade Kopfhörer sind nicht nur klanglich sondern Komfort-mäßig sehr individuell und verschieden.
Probieren geht über Geiz ist Geil
Heute stehen hunderte Modelle bereit , ob InEar, OnEar oder ums Ohr herum. Dazu DACS, Player, Verstärker und was man halt so braucht um glücklich Musik hören zu können. Dass das selbst in einem „Experten-Laden“ auch sehr preiswert sein kann beweist gleich unsere erste Aufgabe.

Einstieg bis 100 € .
Kaum zu glauben , aber mit dem Final E 2000 bekommt man um 50 € eine passablen InEar Kopfhörer mit Kabel. Natürlich gleich mit dem passenden Ohrengummi, damit alles gut sitzt. Da das ein Analoghörer mit Kabel ist, benötigen wir noch einen Digital-Analogwandler , weil moderne Handys nur über USB-C oder Lightning angeschlossen werden können . Aber ab 23 € ist auch das zu erledigen. Natürlich klingt der Fiio Jade DAC um 70 € noch etwas besser , kann man alles testen.
Die Überraschung hier ist der KOSS Porta OnEar Kopfhörer , der mit 45 € auch das Budget inkl. DAC um 23.- nicht sprengt . Der wird übrigens seit 1984 !!! so gebaut und verkauft. Mittlerweile auch als Bluetooth Modell zu haben um ein paar Dollar mehr.
Immer noch im Bereich von 100 € bekommt man auch einen echten BEYER DT270 Pro rund um die Ohren, wobei das Pro hier für No Nonsense steht , also für erste versuche im Home Office eigene Musikaufnahmen zu checken.

Die Mittelklasse ist günstiger als gedacht.

Um 300 bis 500.- € sind bereits die Spitzenmodelle von Sennheiser, Beyer oder sogar MEZE zu haben . Wir haben bei Andreas einen Meze 105 Silva getestet um 499.-mit dem Hiby Pro Streamer/Player um 350.- . Mon Dieu, da geht schon wirklich die Post ab, mit SD Karten beliebig zu füllen , aber auch direkt von Tidal und Qobuz , oder – apage satanas – sogar Spotify wenns denn sein soll. Der Hiby hat übrigens einen Linux Kern statt Android, und fühlt sich mit seiner Velour Rückseite fast kuschelig an.
Wollen wir an der Obersten Klasse kratzen, bzw. sie sogar erleben, wäre ein Austrian Audio Arrangeur die richtige Wahl meines Erachtens. Um 999.- € gibt s da gar nix mehr zu meckern, pures Vergnügen , ausgewogen , mit einem Hauch mehr Bassvolumen als neutral wäre , aber so ist es eben umso schöner zu hören. Der Arrangeur gewinnt natürlich umso mehr, wenn er mit einem speziellen Kopfhörer Verstörker angespielt wird. Hier stehen ebenfalls zu probieren NAGRA ähnliche chinesische Modelle genauso bereit wie volle Class A vom Aune A 17.

Wenn man aus dem vollen schöpfen kann.
Ist die Brieftasche prall gefüllt kommen wir zB. zu den Magnetostaten von Audeze . Unter 3000.- wäre der LCD3 zu haben, das pure Komfortteil am Kopf und in den Ohren. Mit dem A17 fährt hier sowohl die „Resurrection“ von Gustav Mahler in die Vollen , auch Subtronics presst uns den Saft ins Hirn, genügend Power vom Amp vorausgesetzt. Wer damit noch nicht zufrieden ist , kann um 5000.-€ auch den LCD5 haben natürlich . Dann wäre ein Röhren-Profi von Paltauf auch die richtige Wahl, mt allen erdenklichen Anschlüssen für das Kopftheater.

Egal ob 50.-€ oder 5000.- , bei der Kopfhörerboutique kann man selber testen , was persönliche Vorliebe am Besten erfüllt. Danke Andreas Pohnitzer dafür, das immer Donnerstag und Freitag möglich zu machen . Natürlich gibts auch die Möglichkeit Online zu bestellen , was man bereits kennt oder getestet hat. Fördert die persönliche Betreuung 1000 mal mehr als Jeff Bezos noch ein par Milliarden zukommen zu lassen.






