Manchesmal kommen überraschende Kombinationen zum Ziel schöneren Klanges. Hier ein Beispiel mit Fiios neuem „Warmer R2R“ DAC (Digital Analog Converter). Aber bitte lesen sie im Detail, sonst kann man falsche Schlüsse ziehen.
Ein Besuch im Weinviertel nährt den Wunsch nach Röhre
Mein ungarischer Freund ist im Besitzt einer Anlage, die schon seit langem eines meiner Endziele verkörpert. Eine wunderschöne Sonus Faber wird von ungarischen Röhrenverstärkern gespeist , ein Eversolo A8 streamt die Musik daher und ein opulentes Plattenlaufwerk sorgt für feines von Vinyl. Dazu noch ein Wuchtiger CD-Spieler und – vor allem – viele nicht gerade billige Kabel, sowohl für Stromversorgung als auch Cinch- und XLR-Verbindungen. Alles zusammen sorgfältig zusammengehört, ein Traum.
Zurück zuhause stell ich zwar fest, dass ich mittlerweile viel näher bin am Klang des Setups meines Kumpanen, aber zum Glück fehlt die goldige Wärme von Röhren.
Nachdem ich meinen Blog nicht mit Werbung verunstalte, und eure Fütterung das Sparschwein fast verhungern lässt , ist an Neuanschaffung einer Röhrenverstärkung eigentlich kaum zu denken.

Das Glück leuchtet vom DAC
Aaaaaber bei näherem Herumsuchen fällt mir ein neuer DAC von Fiio auf der bereits im Namen trägt „Warmer“ zu klingen. Fiio ist ein chinesischer Hersteller, der immer wieder durch exzellente Qualität seiner kleinen Geräte auffällt, die viel massiver und intelligenter gebaut sind, als es Ihre Preisklasse normalerweise zulassen sollte.

Im Fall des R2R Dacs „Warmer“ sind nicht nur die 384 kHz und 32 Bit des DACs der auch DSD 256 spielen kann der Clou, sondern 4 JJ E88CC Röhren im Ausgang . Dazu USB 1 + 2, ,Toslink optisch und SPDIF Coax Eingänge und XLR sowie Cinch Ausgänge, die immer gleichzeitig betrieben werden . Herz was willst du mehr. Und nein , er kostet keine 1900.- , auch nicht 900.- sondern 370.- Euro , INKL MWSt.
Meine Anfrage beim nächstgelegenen Kopfhörerboutique-Inhaber , ermöglicht eine Leihstellung noch am gleichen Tag. Und schon gehts los
Unpacking mit Überraschung
Aus einer Riesenkiste kommt ein nur 22 cm breites aber fast ebenso tiefes Gerät zutage , das vor allem mit seinen fast 3 kg verblüfft. Zwei große VU Meter an der Front sorgen nach dem Einschalten schon einmal für ein warmes Herz.
Mit 112 dBA Rauschabstand und 50 kHz Frequenzumfang und an die 100 dB Dynamik lassen sie Messtechnischen Ergebnisse nichts zu wünschen übrig.

Also schalte ich den „Warmer“ zwischen A8 und F10 Verstärker per optisch, Coax und beiliegendem USB Kabel , bzw per XLR Ausgang zur Endstufe. Natürlich muss jetzt eine halbe Stunde gewartet werden , bis die Tubes auf Betriebstemperatur sind und eigentlich auch ein paar Wochen , bis die Burn-In Phase vorbei ist. Aber schon im fast noch kalten Zustand spielt der Warmer sich in mein Herz hinein. NEIN, es ist nicht aufgeblähter Bass oder fehlende Höhen, mit denen der WARMER aufzeigt, es ist ein sehr transparenter weiträumiger Klang im Oversampling Mode, der aus allen Musikstücken das Beste zu Tage bringt. Naja, natürlich stellt sich beim direkten Vergleich heraus, dass ein Quentchen Transparenz und Auflösung weniger geboten wird , als beim 2000.- teuren A8 Streamer. Aber, wie ein HiFi-Freund so treffend bemerkte : „Es klingt einfach angenehmer“.
No Brainer mit Zusatzbemerkung

Eigentlich ist also der Kauf eines Warmer für alle Eversolo-Streamer-Besitzer ein „No Brainer“ wie man so schön sagt. Und ich würde wetten, dass die allermeisten unter dem Normalpublikum noch nie einen so guten DAC gehört haben. Für Audiophile aber muss gesagt werden , dass das beiliegende USB-Kabel eventuell als Schnürsenkel seinen Dienst machen kann, das zusätzlich nötige UBS, Cinch bzw XLR Kabel schon von feinerer Natur sein soll. Und für Feinzeichner unter den Hörern vielleicht auch aus dem Hause Fiio mit K11 , 15 oder 17 oder dem eingebauten A8 oder A10 DAC mehr Durchsicht zu haben sein könnte. Als Ergänzung zum Glas Rotwein bei gedämpftem Licht aber , und bei allen die noch gar keinen DAC haben oder einen billigen CD mit digitalem Ausgang , gibt es kaum eine angenehmere DAC-Musikwiedergabe unter 1000 Euro als den WARMER Dac von Fiio . Dass er gerade fast überall ausverkauft ist , kann als Beweis für das Preis-Leistungsverhältnis interpretiert werden.

